Ausbau ist dringend nötig
Die Dringlichkeit des Ausbaus hängt nicht davon ab, ob das Männerteam in der ersten oder zweiten Spielklasse spielt. Winterthur wächst, Tausende Kinder in der Region wollen Fussball spielen und der Frauenfussball hat stark an Bedeutung gewonnen.
Eine Heimat für die FCW Frauen
Unsere Frauenabteilung ist noch jung, sie wird 2026 zehn Jahre alt – und blickt bereits auf beeindruckende Erfolge zurück. Die FCW Frauen haben sich in kürzester Zeit von Liga zu Liga hochgespielt und den Aufstieg in die NLB geschafft. In der letzten Saison verpasste das Team die Aufstiegsspiele nur knapp und schnitt mit dem 3. Schlussrang ausgezeichnet ab.

Die Weiterentwicklung und Professionalisierung des Frauenfussballs ist Teil der Gesamtstrategie des Klubs – mit dem langfristigen Ziel, in die höchste Spielklasse aufzusteigen. Dazu braucht es nicht nur mehr Personal und Sponsoring, sondern auch eine bessere Infrastruktur. Ein Ja zum Stadionausbau ist darum auch ein Ja für die FCW Frauen. Im neuen Betriebs- und Garderobengebäude gibt es eine eigene Garderobe für das Frauenteam.

Mehr Platz für die Talentschmiede
Über 6000 Kinder und Jugendliche sind in Winterthur in einem Verein aktiv, die Zahl hat gemäss Zahlen des Sportamts in den letzten Jahren um rund einen Drittel zugenommen (Stand 2025). Mit über 2000 Junior:innen ist Fussball die beliebteste Sportart – das zeigt sich nicht nur im Breitensport, sondern auch bei den Zahlen der FCW-Talentschmiede.

Aktuell werden rund 420 Kinder und Jugendliche in 25 Teams von rund 75 Trainer:innen betreut. Die Nachwuchsarbeit des FCW gehört seit Jahren zu den renommiertesten der Schweiz und hat zahlreiche Nationalspieler wie Manuel Akanji, Remo Freuler oder Admir Mehmedi hervorgebracht. Der FCW begleitet die Spieler:innen nicht nur sportlich. Auch die Schule oder die Lehre sind ein wichtiger Teil der Lebensschule FCW. Um der steigenden Nachfrage und den vielfältigen Anforderungen einer nachhaltigen Nachwuchsarbeit gerecht zu werden, braucht es zwingend einen zweckmässigen Ausbau.

Zustand Stadioninfrastruktur
Allgemeine Bestandesaufnahme
Das Stadion Schützenwiese ist ein Flickwerk. Es wurde in seiner über 100-jährigen Geschichte da und dort behelfsmässig und meist ohne Vision erneuert. Aktuell genügt einzig die gedeckte Gegentribüne (Sektor C) mit Baujahr 2015 den heutigen Ansprüchen.

Die Haupttribüne
Den Bauch der Haupttribüne aus den 1950ern teilen sich heute die FCW Männer, die FCW Frauen, die meisten Nachwuchsteams und andere Sportvereine. Es mangelt an Garderoben, geschlechter- und altersgetrennten Duschen und WCs, Trainingsräumen und an Bürofläche. Damit an Spieltagen der Swiss Football League auch die Gästeteams Platz finden, müssen die Garderoben jeweils geräumt und der Trainingsbetrieb muss eingestellt werden.

Sirupkurve, Bierkurve und Gästesektor
Auf den Stirnseiten des Stadions fehlen WC-Anlagen, Cateringflächen, eine gute Sicht, eine gute Akustik und ein Dach. Einfacher formuliert: Wir können die Grundbedürfnisse unserer Besucher:innen (Dach über dem Kopf, zeitgemässe WCs) Stand heute nicht erfüllen. Das hat Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit der Fans (extreme Wetterbedingungen) und unser wirtschaftliches Potenzial (Wetterabhängigkeit).
